Bunkermuseum Hamburg

Bunkermuseum Hamburg

Bunkermuseum Hamburg – Ein Stück Geschichte unter der Erde

Eine Spurensuche  in Hamburgs Vergangenheit bietet dir das Bunkermuseum Hamburg. Hier wartet allerdings kein klassischer Ausstellungsraum, sondern ein ehemaliger Luftschutzbunker, der damals Menschen Schutz bieten sollte und heute Zeugnis eines düsteren Kapitels der Stadtgeschichte ist. Die engen Betonröhren, die Gasschleuse, der Gedanke an Bombenangriffe und die Realität überfüllter Schutzräume machen den Besuch zu einem intensiven Erlebnis, den du so schnell nicht vergessen wirst.

Die wichtigsten Fakten zum Bunkermuseum Hamburg

NameBunkermuseum Hamburg
Eröffnung2014
SchwerpunktLuftschutz, Zweiter Weltkrieg und Nachkriegsgeschichte
StadtteilHamburg-Nord
Eintrittkostenpflichtig
Parkplätzenein
Barrierefreinein

Diese Ausstellungen erwarten dich im Bunkermuseum Hamburg

  • Originaler Vier-Röhrenbunker mit historischer Ausstattung: Du siehst, wie der Schutzraum 1940/41 errichtet war.
  • Zeitzeugenberichte und Dokumente: Fotos, Erzählungen und schriftliche Erinnerungen von Menschen, die Luftangriffe auf Hamburg erlebt haben.
  • Original- und Fundstücke aus der Kriegszeit: Dazu zählen Alltagsgegenstände, Artefakte aus Bombeneinschlägen und Dokumente zum Luftschutz.
  • Thematische Ausstellung zu Luftschutz und Bombenkrieg: Du erfährst, wie der zivile Luftschutz organisiert war, wie Bunker gebaut wurden und wie die Bevölkerung versucht hat, sich in den letzten Kriegsjahren zu schützen.

Wenn Vergangenheit greifbar wird: Warum das Bunkermuseum Hamburg mehr als ein Museum ist

Das Gebäude selbst ist das Hauptausstellungsstück des Hamburger Bunkermuseums. Der unterirdische Vier-Röhrenbunker wurde 1940/41 gebaut und verfügt über vier parallele Betonröhren. Der ursprüngliche Zweck dieses Bunkers war: Schutz bieten bei Luftangriffen. Die inneren Strukturen, zu denen eine Gasschleuse, ein Notausgang, Ventilation und die damals vorgesehene Beleuchtung und sanitäre Anlagen gehören, zeigen, wie Menschen während des Krieges lebten, wenn Bomben fielen.

Heute ist der Bunker restauriert und mit Mobiliar sowie historischen Objekten ausgestattet. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung mit Berichten von Zeitzeugen – Menschen, die den Luftangriff auf Hamburg miterlebt haben. Ihre Erfahrungen, ihre Ängste und ihr Alltag in diesen Stunden machen Geschichte konkret und lebendig.

Unter den Mauern gibt es einen Blick ins Innenleben des Bunkers

Der Bunker liegt selbst liegt unter der Erde, aber es gibt einen Eingang im oberen Geschoss mit Treppe und Gasschleuse sowie ein Notausgangsbauwerk. Die vier Betonröhren führen direkt unter die Erde — ein beklemmender, eindrucksvoller Unterschlupf aus Beton, weit weg vom Tageslicht.

Die Röhren waren so ausgelegt, dass insgesamt rund 200 Menschen Platz fanden. Alternativräume für Toilette, Beleuchtung oder Lüftung waren vorgesehen. Durch die bewusste Restaurierung mit Möblierung und Originalelementen wirkt das Museum sehr authentisch. Es gibt keine romantische Verklärung, denn der Krieg war alles andere als das.

Was macht das Bunkermuseum Hamburg so einzigartig?

  • Der Ort selbst: Der Bunker ist original erhalten und damit historisches Artefakt und Museum zugleich.
  • Die Kombination: Architektur, Dokumentation und Zeitzeugen.
  • Die Zugänglichkeit: Viele andere Bunker sind nicht zugänglich oder verschwunden.
  • Authentizität: Die Ausstellung zeigt Alltag und Angst der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg — nicht Militärgeschichte, sondern ziviles Schicksal.
  • Die Bewahrung als Mahnmal: Erinnerung und Warnung zugleich.

Entstehung und Entwicklung des Bunkermuseum Hamburg

Der Bunker, in dem das Museum heute untergebracht ist, wurde 1940/41 errichtet. In der Zeit mussten nicht nur in Hamburg Luftschutzmaßnahmen erreichtet werden, sondern in ganz Deutschland. Er gehörte zum Schutznetz der damaligen Zivilbevölkerung in Hamburg.

Nach dem Krieg verblieb der Bunker, wie viele andere Schutzräume, überwiegend ungenutzt. Im Laufe der Jahrzehnte geriet er in Vergessenheit, doch im Stadtteil Hamm entstand die Idee, solchen historischen Bauten einen erinnernden und bildenden Zweck zu geben.

Durch das Engagement des Stadtteilarchiv Hamm wurde der Bunker restauriert und originalgetreu eingerichtet. Am 1. Oktober 1997 öffnete das Bunkermuseum seine Türen für die Öffentlichkeit und wurde damit zum ersten und einzigen unterirdischen Bunkermuseum im norddeutschen Raum, das der Allgemeinheit zugänglich ist.

In den folgenden Jahren wurde das Museum kontinuierlich gepflegt, Ausstellungen ergänzt und der Ort als Teil des kollektiven Erinnerns etabliert.

Weitere wichtige Informationen zum Bunkermuseum Hamburg

Wann hat das Bunkermuseum Hamburg geöffnet?

Donnerstag 10:00 – 12:00 Uhr
15:00 – 18:00 Uhr
Feiertage geschlossen

Was kostet der Eintritt zum Bunkermuseum Hamburg?

Erwachsene 3,00 €
Kinder 1,50 € 

H3: Das Bunkermuseum Hamburg in Zahlen

  • Der Bunker ist über 80 Jahre alt.
  • Vier parallele Betonröhren, jeweils ca. 17 Meter lang, zwei Meter breit und 2,25 Meter hoch.
  • Raum für etwa 200 Menschen,

Ausstattung vor Ort

Parkplatz
Toiletten
Barrierefrei
Gastronomie
Für Kinder geeignet ✅ (ab ca. 6 Jahren)
Führungen

Anschrift Bunkermuseum Hamburg: Wichernsweg 16, 20537 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum Bunkermuseum Hamburg

Öffentliche Verkehrsmittel

Du erreichst das Museum mit der U-Bahnlinie U2 oder dem Bus 116 bis zur Haltestelle Rauhes Haus. Von dort aus ist der Bunker auf dem Gelände der Wichernkirche zu finden.

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